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03.02.2017
Frischer Wind aus Wolfsburg: Interview mit Magrit Schlünz, Geschäftführerin SSN Gebäudetechnik GmbH

 

 
In vielen Bereichen der Industrie sind für den gesamten Ablauf von Arbeitsprozessen in den meist riesigen Produktionshallen eine geregelte Be- und Entlüftung sowie Klimatisierung und Kühlung eine absolute Notwendigkeit. Die SSN Gebäudetechnik GmbH aus dem niedersächsischen Wolfsburg ist auf den Bau und die Montage von Lüftungs-, Klima- und Kälteanlagen spezialisiert und wird sowohl bei Konzernen als auch bei mittelständischen Unternehmen als Partner geschätzt. Bislang vor allem in der Automotive-Branche aktiv, öffnet sich das noch junge Unternehmen, eine Tochter der Schweizer SSN Group, zunehmend auch anderen Industriezweigen. Obwohl sie erst seit drei Jahren besteht, hat sich die Firma schnell einen Namen in der Lüftungs- und Klimatechnik-Branche gemacht.

 

 

 

Erfolg von Anbeginn

 

"Wir konnten in kurzer Zeit VW für uns gewinnen und hatten bereits Ende 2013 große Aufträge", sagt die Geschäftsführende Gesellschafterin Margrit Schlünz. "Insofern waren wir zunächst hauptsächlich für den Automotive-Bereich tätig. Mittlerweile sind wir an den markt gegangen und haben auch Kunden aus anderen Bereichen von uns überzeugen können, so etwa das Handelsunternehmen EDEKA und den Likör-Produzenten Mast-Jägermeister SE." Die Aktivitäten von SSN Gebäudetechnik bewegen sich derzeit vor allem im Raum Wolfsburg, Braunschweig und Hannover. Die Projektierung und Montage der Anlagen übernimmt die Firma von A bis Z selbst, nur Regeltechnik und Rohrleitungen werden zugekauft. Aufträge generiert das 35 Mitarbeiter starke Unternehmen einerseits über direkte Kontakte: "In der Branche kennt man einander", gibt die Geschäftsführerin zu bedenken. "Wir sind eine relativ kleine Firma, werden aber trotzdem für große Projekte herangezogen. Aufgrund unserer vergleichsweise geringen Größe können wir sehr flexibel und lösungsorientiert im Sinne unserer Kunden agieren. Oft werden wir auch von Baufirmen ins Boot geholt, die als Generalunternehmer fungieren und die gesamte Technik einkaufen. Andererseits erfahren wir von Projekten durch Ausschreibungen, und über unsere Homepage ist in dieser Hinsicht auch das Internet Kommunikationsweg und Vertriebsmittel."

 

Die Zahlen sprechen für sich: Nachdem der Umsatz 2013 noch bei zwei Millionen EUR gelegen hatte, waren es in 2015 bereits 11,6 Millionen EUR. "Für dieses Jahr peilen wir 12 Millionen EUR an", so die Geschäftsführerin.
"Wir wachsen nach Plan, langsam und solide."

 

 

 

Erfahrene Mitarbeiter

 

Flexibilität, Termintreue und Lösungsorientiertheit sowie ein ausgezeichnetes, zertifiziertes Qualitätsmanagement nennt die Geschäftsführerin, die in der Branche auf eine mehr als 40 Jahre umfassende Erfahrung in leitender Position zurückblicken kann, als wesentliche Bedingungen für den Erfolg des Unternehmens.

 

Ermöglicht wird dieser auch durch die erfahrenen und motivierten Mitarbeiter, wie Margrit Schlünz betont. Der Zukunft sieht sie daher gelassen entgegen: "Für das kommende Jahr bin ich sehr zuversichtlich. Wir haben derzeit schon einen Auftragsüberhang nach 2017."

 

Für die Zukunft erwartet Margrit Schlünz für das Unternehmen mit der zunehmenden Digitalisierung der Automobilindustrie einhergehende neue Aufgaben. "Eventuell wird die Art der Aufträge sich etwas ändern. Ich möchte die Firma gut auf die Zukunft vorbereiten, sodass es, wenn ich sie in einigen Jahren verlassen werde, auch unter meinem Nachfolger so gut weitergeht wie bisher", wünscht sie sich.

 

 

Quelle: www.wirtschaftsforum.de